



Die Konjunktur nimmt wieder an Fahrt auf; jedoch spiegelt sich diese Entwicklung nur bedingt in den Unternehmensinsolvenzen wieder. Eine Trendwende erwarten Experten erst im kommenden Jahr.
In einer aktuellen Prognose erwarten die Experten der Kreditversicherung Euler Hermes einen Anstieg der Firmeninsolvenzen in diesem Jahr von 1,3 Prozent. Erst im kommenden Jahr werde die Zahl der Unternehmenspleiten sinken. Eine schnelle Erholung sei lediglich bei den Not leidenden Forderungen zu verzeichnen: Hier rechnen die Experten mit einem Rückgang um 62,8 Prozent. Eine Entwicklung, die vor allem auf die hohe Zahl der Großpleiten im vergangenen Jahr zurückzuführen ist - ein Sondereffekt, der in diesem Jahr nicht mehr erwartet wird.
Von Insolvenzen am meisten betroffen bleibt das Verarbeitende Gewerbe sowie der Bereich Dienstleistungen. Im Baugewerbe und im Handel sinkt demnach dagegen schon in diesem Jahr die Zahl der Insolvenzen. Mit einer Quote von 172 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen ist Nordrhein-Westfalen mit Abstand Pleite-Bundesland Nummer 1.
(EulerHermes / STB Web)
Artikel vom: 07.07.2010
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